Lara Can

1997, Studentin und Campaignerin

 

Das heutige Wirtschaftssystem, welches von der rechten Politik getragen wird, ist ein Auslaufmodell.
Es begünstigt einen enormen Ressourcenverschleiss und folglich das Fortschreiten der Klimakatastrophe. Es lässt Menschen in Armut leben und falls sie sich zur Flucht entscheiden, werden sie an der Grenze abgewiesen. Es diskriminiert Frauen auf dem Arbeitsmarkt durch geringeren Lohn und fehlende Wertschätzung für die Care-Arbeit. Es waren Missstände wie diese, die mich politisierten. Als Kantonsratskandidatin stehen für mich zwei Themenbereiche im Fokus:

Die Migrationsthematik ist im öffentlichen Diskurs in den Hintergrund gerückt. Die inhumanen Umstände, denen Menschen auf der Flucht ausgesetzt sind, haben sich jedoch nicht geändert. Vor drei Jahren schloss ich mich einer Hilfsorganisation an, um Geflüchteten an der ungarischen Grenze Hilfe zu leisten. Dieses Erlebnis prägt meine politische Arbeit bis heute; Das zivilgesellschaftliche Engagement, das damals zu spüren war, bestärkte mich in der Überzeugung, dass eine menschlichere Migrationspolitik möglich ist.

Auch im Kanton Zürich besteht Handlungsbedarf. Beispielsweise werden abgewiesene Asylsuchende gezwungen, sich ausschliesslich in zugewiesenen Gemeinden oder Stadtkreisen zu bewegen. Diese Praxis beschneidet das Recht auf Bewegungsfreiheit und verunmöglicht gesellschaftliche Partizipation.

 

Zudem setze ich mich für die Jungen im Kanton Zürich ein. Sie sind unterrepräsentiert im Parlament und haben kaum Möglichkeit, sich politisch zu äussern.
Die Konsequenzen der rechts dominierten Kantonsratspolitik bekommen wir Jungen direkt zu spüren.

Die „Leistungsüberprüfung 16“ ist dafür beispielhaft: Sie führte unter anderem zu einer Streichung von Freifächern und einer Verkleinerung des Bibliothekenangebots an Gymnasien. Schüler_innen sowie Lehrer_innen wehrten sich gegen die Massnahmen. Ein weiterer Bildungsabbau kann nur verhindert werden, wenn sich die Mehrheitsverhältnisse im Kantonsrat ändern und die Jungen eine Stimme auf der politischen Bühne erhalten.