Camille Codoni

1972, Rudertrainer und Vater eines jährigen Sohnes

 

Als professioneller Coach und gelernter Ökonom sind mir zwei Sachen wichtig: Eine produktive Volkswirtschaft gibt es nur bei einem funktionierenden Gemeinwesen, das alle gleich behandelt und dieselben Chancen gibt, und zwar besonders auch den kommenden Generationen. Eine Gesellschaft für alle gibt jeder und jedem sowohl die Möglichkeit, sich zu entwickeln, als auch Sicherheit und einen Rahmen, diese Freiheit auszuleben.

 

Darum will ich ein ausgleichendes Gemeinwesen, denn die Märkte werden immer grössere Unterschiede kreieren zwischen hohen und tiefen Einkommen. Die Zeit der neoliberalen Fundis ist vorbei, und das weiss niemand besser als die Gilde der Ökonomen – wer anderes behauptet, lügt sich was in die Tasche. Einen Ausgleich in der Stadt können wir über den sozialen Wohnungsbau steuern und über ein progressives Steuersystem, dem sich niemand entzieht. Das ist attraktiv für alle – auch für Vermögende, die gerne in der Stadt leben.

Mir ist die Entwicklung aller wichtig, dass alle ein gutes Auskommen und einen spannende Lebensprojekte finden können. Gute Schulen und vielfältige Bildungsmöglichkeiten sind ein Grundpfeiler dafür, eine hohes Mass an Sicherheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt unser Gewinn daraus.

 

Ich engagiere mich für eine menschenfreundliche Mobilität, die nicht auf Kosten der Stadtbewohner_innen geht und die Gesundheit fördert: Die der Fussgänger_innen, der Verlofahrer_innen und der Nicht-mehr-Autofahrer_innen; vom gewonnenen Raum profitieren wir alle!

 

Vieles davon macht Zürich gut vor, doch wir müssen es immer wieder neu erkämpfen, auch mit dem Kanton und dem Bund. Ich will dazu beitragen, dass wir unsere Stadt in diesem Sinn gut gestalten und uns für die Zukunft rüsten, und wenn nötig Entscheide gegen die Macht des grossen Geldes treffen.